Schilddrüsenordination

Umfassende Betreuung nach Maß

Schilddrüsenordination

Es wird ein Anstieg von Schilddrüsenerkrankungen beobachtet. Viele Untersuchungsstellen in Wien sind restlos ausgelastet und Termine sind meist erst nach Monaten zu bekommen. Bei mir sind auch kurzfristige Termine möglich. Mein Ziel ist es, auf die Beschwerden der Patienten ohne Zeitdruck einzugehen.

Schwerpunkt meiner Ordination ist es Schilddrüsenerkrankungen mittels neuester und modernster Methoden der Medizin zu diagnostizieren und zu therapieren. Durch hohe fachliche Kompetenz sowie langjährige Erfahrung und Weiterbildung ist es mir möglich hochwertige Medizin für meine Patienten anzubieten.

Ich biete in meiner Ordination die medikamentöse Therapie von Schilddrüsenerkrankungen. Eine Radiojodtherapie oder eine Szintigraphie der Schilddrüse sind nur in besonderen Fällen erforderlich und werden falls notwendig von mir organisiert. Die Ultraschallkontrolle nimmt einen zentralen Platz in der Schilddrüsendiagnostik und Verlaufskontrolle ein.

Das gesamte Spektrum in der Diagnostik für Schilddrüsenerkrankungen wird von mir angeboten. Neben der Bestimmung der Schilddrüsenfunktion und der Schilddrüsenantikörper können – falls erforderlich – auch weitere Laborparameter bestimmt werden. Die Schilddrüse spielt auch bei bestehenden Kinderwunsch und Schwangerschaft eine wesentliche Rolle. Hier ist eine optimale Einstellung von besonderer Wichtigkeit.

LEISTUNGSSPEKTRUM

Ultraschalluntersuchung

der Schilddrüse mit einem hochmodernen Ultraschallgerät

Bestimmung von:

Schilddrüsenfunktionsparameter
Schilddrüsenantikörper
Tumormarker

Feinnadelpunktion

von Schilddrüsenknoten direkt in der Ordination

bei Bedarf:

Selenbestimmung, Harnjodidbestimmung
Vitamin D, Eisen, Ferritin
EKG – Kontrolle, Körperfettmessung
Schnelle Zuweisung zur Schilddrüsenszintigraphie (keine extra Kosten)

Eine Schilddrüsenabklärung wird im Allgemeinen empfohlen bei:

  • erhöhten Schilddrüsenautoantikörper
  • vorangegangener Bestrahlung des Kopfes oder Halses
  • bekannten Autoimmunerkrankungen wie Vitiligo oder Diabetes Typ 1
  • bekannten Schilddrüsenerkrankungen oder früheren Schilddrüsenoperationen oder Radiojodtherapien
  • bekannten mehrmals bei Messungen erhöhten TSH Werten über 2,50µU/ml bzw. unter 0,4µU/ml
  • unerfülltem Kinderwunsch nach 6 Monaten
  • Schilddrüsenerkrankungen in der Familie
  • Struma

ErstuntersuchungLeistungen

160

einmalig beim 1. Termin
  • Ärztliches Gespräch
  • Ultraschallkontrolle
  • Blutabnahme (Laborparameter werden von der Krankenkasse abgerechnet)
  • falls erforderlich Terminvereinbarung zur Szintigraphie oder Radiojodtherapie
  • Ausführlicher Befundbericht
  • Diagnose und Therapieempfehlung wird etwa eine Woche nach dem Besuch des Patienten zugesandt (falls notwendig inkl. Rezept)
Terminvereinbarung

Kontrolltermin

90

jeder weitere Termin
  • Auf den Patienten abgestimmte weitere Betreuung
  • Ärztliches Gespräch
  • Blutabnahme
  • Ausführlicher Befundbericht
  • Eine Ultraschallkontrolle ist bei den meisten Patienten im Abstand von 6 bis 12 Monaten erforderlich und wird falls notwendig auch früher durchgeführt.
Terminvereinbarung

Honorarinformation

Als Wahlarzt habe ich keinen Vertrag mit den Krankenkassen, die Abrechnung erfolgt auf Wahlarztbasis.

Wir akzeptieren EC-Karten (bzw. Bankomat-Karten in Österreich), Visa, VPay, MasterCard, Maestro und American Express. Eine Bezahlung ist natürlich auch in bar möglich.

Je nach Krankenkasse wird ein Teil der Kosten zurückerstattet. Die Honorarnote kann auch bei Privatversicherungen eingereicht werden, es besteht darauf aber kein Rechtsanspruch.

Falls Sie in Österreich keine gesetzliche Krankenversicherung haben, muss ich die Kosten für die Bestimmung der Blutwerte extra verrechnen.

Wissenswertes

Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ im vorderen Halsbereich in dem Hormone (T3 und T4) gebildet und freigesetzt werden, die für den Stoffwechsel im Körper eine sehr wichtige Rolle spielen. Neben den Schilddrüsenknoten, die meist anfangs keine Symptome verursachen, zählen die Schilddrüsenüberfunktion und die Schilddrüsenunterfunktion zu den häufigsten Schilddrüsenerkrankungen.

Überfunktion der Schilddrüse und deren Behandlung

Bei der Überfunktion (Hyperthyreose) kommt es zu einer Überversorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen, die zahlreiche Symptome auslösen können. Morbus Basedow sowie das autonome Adenom sind die häufigsten Ursachen der Überfunktion. Die Beschwerden können sich sowohl langsam einschleichen als auch sehr abrupt einsetzen. Bei der erstmaligen Untersuchung der Schilddrüse muss jedenfalls ein Ultraschall durchgeführt werden.

Symptome bei der Überfunktion (Hyperthyreose) können unter anderem sein:

  • Gewichtsabnahme
  • Gesteigerter Appetit
  • Haarausfall
  • Verstärktes Schwitzen
  • Wärmeintoleranz
  • eine warme, feuchte Haut
  • Durchfälle
  • Zyklusstörungen
  • erhöhte Herzfrequenz
  • Nervosität
  • Rastlosigkeit
  • Zittern
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen

Die aufgezählten Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Darüber hinaus muss eine Schilddrüsenüberfunktion nicht zwangsläufig von allen oben genannten Symptomen begleitet werden.

Morbus Basedow

Morbus Basedow ist eine Autoimmunerkrankung bei der eine Therapie mit Medikamenten meist nur im ersten Jahr der Erkrankung sinnvoll ist. Bei etwa 50% der Patienten kann mit einer Therapie meist eine Spontanheilung der Erkrankung erzielt werden.

Bei dieser Erkrankung ist bei einer Überfunktion der Schilddrüse besondere Vorsicht geboten. Vor allem jodhaltige Medikamente oder Röntgenkontrastmittel können die Situation verschlimmern. Dies gilt auch für Nahrungsergänzungsmittel die Jod enthalten und algenhaltige Speisen. Das Würzen mit jodhaltigem Speisesalz ist jedoch möglich.

Die vermehrte Produktion von Schilddrüsenhormonen wird mit Schilddrüsen-hemmern, sogenannten Thyreostatika, behandelt. Die Therapie wird bei Erreichen einer normalen Funktion langsam reduziert. Begleitend können bei starken Beschwerden kurzfristig Beta-Blocker gegeben werden, um Beschwerden wie beschleunigten Herzschlag oder Zittern der Hände zu behandeln.

Falls eine medikamentöse Therapie nicht erfolgreich ist, erfolgt eine Radiojodtherapie oder eine Operation die das Schilddrüsengewebe verringert um damit eine übermäßige Produktion von Schilddrüsenhormonen zu verringern. Bei einer Operation oder bei einer Radiojodtherapie kann es zu einer dauerhaften Unterfunktion kommen, welche jedoch sehr gut mit Schilddrüsenhormonen behandelt werden kann.

Autonomes Adenom

Das autonome Adenom (Autonomie) führt wie der Morbus Basedow ebenso zu einer übermäßigen Produktion von Schilddrüsenhormonen. Diese Erkrankung beschreibt einen gutartigen vom Drüsenepithel ausgehenden Knoten der autonom – also nicht mehr nach Bedarf sondern unabhängig von der benötigten Menge – Schilddrüsen-hormone produziert.

Eine Häufung der Erkrankung ist vor allem in Jodmangelgebieten zu beobachten. Ein autonomes Adenom – oder auch heißer Knoten genannt – wird vor allem ab dem 40. Lebensjahr auffällig, mit einem sechs Mal häufigeren Vorkommen bei Frauen. Eine lange Zeit können autonome Adenome ohne Symptome auftreten und unauffällige Schilddrüsenwerte zeigen. Bei vermehrter Produktion zeigen sich Symptome einer Überfunktion der Schilddrüse.

Bei fehlenden Beschwerden ist erstmals keine Therapie erforderlich sondern regelmäßige, jährliche Kontrollen. Vor allem eine vermehrte Einnahme von jodhaltigen Mitteln kann wie beim Morbus Basedow die Situation verschlechtern. Bei unkontrollierter Schilddrüsenhormonproduktion und Beschwerden ist wie beim Morbus Basedow eine Radiojodtherapie oder eine Operation erforderlich.

Die Erkrankungen Morbus Basedow und die Autonomie können auch gleichzeitig auftreten. Dies wird als Marine-Lenhart-Syndrom bezeichnet.

Unterfunktion der Schilddrüse und deren Behandlung

Bei der Unterfunktion (Hypothyreose) kommt es zu einer Unterversorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen. Die Symptome treten bei Erwachsenen in der Regel schleichend ein.

Symptome der Unterfunktion (Hypothyreose) können sein:

  • Müdigkeit
  • Antriebsarmut
  • Gesteigertes Schlafbedürfnis
  • Gedächtnisstörungen
  • Kälteempfindlichkeit
  • Verstopfung
  • Gewichtszunahme
  • trockene Haut, die kühl und blass sein kann
  • brüchige Haare und Nägel
  • Wassereinlagerungen (z.B. an den Augenlidern)
  • Menstruationsstörungen
  • langsamer Puls
  • verminderte Muskelreflexe

Wichtig ist, dass auch hier nicht alle Symptome gleichzeitig vorhanden sein müssen. Bei leichten Formen der Unterfunktion werden die Symptome am Anfang meist nicht bemerkt. Bei einer rechtzeitigen Behandlung können in den meisten Fällen die angegebenen Beschwerden vermieden werden.

Hashimoto - Autoimmunthyreoditis

Eine Hashimoto – Autoimmunthyreoditis ist eine der häufigsten Ursachen der Unterfunktion.Um die fehlenden körpereigenen Hormone zu ersetzen, ist eine Therapie mit Schilddrüsenhormon-Tabletten erforderlich.Im Allgemeinen wird synthetisch hergestelltes L-Thyroxin – auch Levothyroxin genannt -verabreicht. Die erforderliche Tagesdosis ist individuell verschieden und wird vom Arzt anhand der Laborwerte und den Beschwerden des Patienten angepasst.Die Anfangsdosierung wird je nach Alter und körperlicher Verfassung des Patienten langsam gesteigert.Ansonsten kann es zu Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion kommen.

Für Patienten ist es wichtig zu wissen, dass der Hormonersatz zeitlebens und ohne Unterbrechung erfolgen muss. Eine Nahrungsaufnahme kann die Aufnahme von L-Thyroxin im Darm behindern. Aus diesem Grund soll die Einnahme des Medikaments nüchtern erfolgen, das heißt morgens mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück. Es kann meist mehrere Monate dauern, bis die individuell passende L-Thyroxin-Dosis gefunden ist.

Um eine optimale Einstellung der Schilddrüsenmedikation zu gewährleisten, ist ein erneuter Besuch mit Kontrolle der Laborwerte normalerweise 3 Monate nach Therapiebeginn erforderlich. Das Medikament selber hat normalerweise keine Nebenwirkungen, da nur das fehlende körpereigene Hormon ersetzt wird.

Schilddrüsenknoten

Knoten in der Schilddrüse kommen sehr häufig in der Bevölkerung vor. Etwa jeder dritte Erwachsene zwischen 20 und 60 Jahren leidet an einer Vergrößerung der Schilddrüse oder einem Knoten. Etwa 10% haben beide der genannten Probleme. Frauen sind im Vergleich zu Männern häufiger betroffen.

  • Bei den Schilddrüsenknoten kann es sich um ganz unterschiedliche Veränderungen handeln:
  • gutartige Zysten (Flüssigkeits- oder blutgefüllte Hohlräume)
  • gutartige Drüsenwucherungen (Adenom)
  • gutartige Vernarbungen und Verkalkungen
  • Schilddrüsenkrebs (Struma maligna)

Unter den verschiedenen Arten von Knoten ist nicht sofort jede knotige Veränderung mit einem Ultraschall als bösartig zu erkennen. Erfahrung im Ultraschall sowie regelmäßige Kontrollen sind wichtig um Veränderungen in der Schilddrüse zu erkennen. Glücklicherweise sind unter allen feststellbaren Schilddrüsenknoten weniger als 1 Prozent bösartig, welche bei rechtzeitiger Diagnose gut behandelbar sind.

Viele Patienten stellen sich häufig die Frage nach der Ursache für Schilddrüsenknoten.

Jodmangel ist eine der Hauptursachen. Jod ist für die Produktion von Schilddrüsenhormonen unverzichtbar. Bei einem Mangel kann es zur Ausschüttung von Wachstumsfaktoren aus der Hirnanhangsdrüse kommen wodurch sich die Schilddrüsenzellen vermehren und Knoten bilden.

Genetische Veränderungen können ebenso die Bildung von Knoten der Schilddrüse begünstigen. Deshalb ist trotz ausreichender Jodzufuhr eine Bildung von Schilddrüsenknoten nicht immer zu verhindern.

Letztlich ist eine Abklärung und Verlaufskontrolle eines Knotens von einem erfahrenen Arzt durchzuführen. Weitere Ultraschallkontrollen hinsichtlich Wachstum oder Veränderungen sollten in einer vertrauten Umgebung durchgeführt werden. Um die Genauigkeit der Untersuchung zu verbessern ist falls erforderlich eine Feinnadelpunktion durchzuführen.

Die Nebenschilddrüse

Die Nebenschilddrüsen sind kleine linsengroße Epithelkörperchen, die hinten an der Schilddrüse anliegen. In der Regel besitzt jeder Mensch vier dieser kleinen jeweils etwa 40mg schweren Drüsen. In seltenen Fällen kann eine Nebenschilddrüse auch an einer anderen Stelle des Körpers sitzen (meist beim Thymus bzw. im mittleren Brustraum).

Die Nebenschilddrüsen produzieren das Hormon Parathormon (auch PTH genannt). Das Hormon wird bei Bedarf direkt ins Blut abgegeben und gelangt so an seinen Zielort. Das Hormon entfaltet seine Wirkung in den Knochen und Nieren. Dort greift PTH regulierend in den Kalziumstoffwechsel ein. Jede der Nebenschilddrüsen besitzt einen eigenen Sensor für Kalzium und produziert bei einem Mangel vermehrt PTH. In der Niere sorgt PTH für eine verminderte Ausscheidung von Calcium und eine vermehrte Ausscheidung von Phosphat. Im Knochen wird hingegen das dort gespeicherte Calcium freigesetzt.

Vitamin D senkt ebenfalls die Ausscheidung von Kalzium durch die Niere und fördert zusätzlich die Aufnahme im Darm. Beide dieser Substanzen beugen einer Osteoporose vor. Aus diesem Grund ist eine Kontrolle dieser Werte wichtig.

Die Nebenschilddrüse ist überlebenswichtig. Häufig kommt es jedoch bei einigen Patienten zu einer vermehrten Produktion von PTH. Die ersten Symptome sind Ermüdbarkeit, Muskelschwäche, Depressionen und Ängstlichkeit. Weitere Symptome sind unter anderem eine Bauchspeichelentzündung und Geschwüre des Magens. In schweren Fällen kommt es zu Verkalkungen von Lunge, Niere und Magen.

Die Ursachen sind unterschiedlich und können vererbbar sein aber auch bei einem gestörten Kalziumhaushalt auftreten. Die vermehrte Freisetzung von Calcium aus den Knochen kann zu Osteoporose führen. Eine frühe Diagnose mit einer Untersuchung der Laborparameter ist erforderlich.

In einigen Fällen ist eine kranke Nebenschilddrüse auch mit einem Ultraschall zu erkennen. Weitere Untersuchungen werden bei Verdacht auf einen vergrößerten Nebenschilddrüsenknoten von mir organisiert.

Kinderwunsch und Schilddrüse

Die Schilddrüse spielt eine wichtige Rolle für die Reifung der Eizelle. Sowohl eine Überproduktion als auch eine verminderte Bildung von Schilddrüsenhormonen in der Schilddrüse kann zu Zyklusstörungen führen und dadurch die Fruchtbarkeit einschränken. Auch eine geistige und körperliche Entwicklungsstörung des Kindes kann die Folge sein.

Bei Kinderwunsch wird empfohlen den TSH-Spiegel mittels Schilddrüsen-medikamenten in einen Bereich von 0,5µU/ml – 2,50µU/ml zu bringen. Ein optimaler TSH-Wert sollte jedoch um 1µU/ml betragen. Ziel ist es mit einer optimalen Einstellung die Versorgung des Embryos mit Schilddrüsenhormonen schon in den ersten Wochen sicher zu stellen.

Selbst bei optimalen Schilddrüsenwerten sind bei geplanter Schwangerschaft eine Kontrolle der Schilddrüsenantikörper sowie ein Ultraschall empfehlenswert, da in einigen Fällen eine beginnende krankhafte Veränderung der Schilddrüse nicht gleich erkannt wird.

Schwangerschaft und Schilddrüse

Eine Schwangerschaft kann am Beginn die Schilddrüsenfunktion auf verschiedene Weise beeinflussen. Im ersten Schwangerschaftsdrittel kommt es zu einer Erhöhung des Schwangerschaftshormons Beta-HCG. Dieses Hormon wirkt dabei stimulierend auf die mütterliche Schilddrüse (maximal ausgeprägt in der 10. SSW). Bleibt dieser Effekt bei vorgeschädigter Schilddrüse aus, so steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Abort. Eine Dosissteigerung ist in diesem Fall dringend erforderlich. Ideal wäre jedoch eine Kontrolle der Schilddrüse vor bzw. bei Eintritt einer Schwangerschaft.

Wichtig ist, dass bei einer vorbestehenden therapierten Unterfunktion die Schilddrüsenmedikation um 30 – 50% je nach Grunderkrankung erhöht werden sollte. Im Falle eines Eintritts einer Schwangerschaft wird eine Erhöhung der laufenden Therapie um ca. 30% empfohlen. Außerdem wird empfohlen im Laufe einer Woche zwei Tagesdosen zusätzlich einzunehmen sowie einen Kontrolltermin zur TSH Kontrolle zu vereinbaren.

Bei Patientinnen mit bekannten Schilddrüsenerkrankungen ist auf jeden Fall eine Kontrolle der Schilddrüsenparameter (TSH, freies T4) um die 8. SSW empfehlenswert. Die Blutwerte müssen danach regelmäßig in dichteren Abständen kontrolliert werden (alle 6 Wochen). Solche häufigen Arzttermine sind zwar lästig, jedoch unbedingt erforderlich.

Bei Patientinnen ohne bekannte Erkrankung der Schilddrüse ist eine Kontrolle um die 10. SSW (TSH, TPO-Antikörper) zu empfehlen.

Die Schilddrüse nach der Schwangerschaft

Nach der Geburt kommt es im Körper der Frau zu hormonellen Umstellungen. In einigen Fällen kann es Wochen nach der Geburt zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen, die nach einigen Wochen oder sogar Monaten in eine behandlungsbedürftige Unterfunktion der Schilddrüse übergeht. Diese Erkrankung wird als Postpartum-Thyreoiditis bezeichnet und kommt mit einer Häufigkeit von etwa 7% vor.

Bei Patientinnen mit Erkrankungen der Schilddrüse wird eine Kontrolle des TSH-Wertes 3 und 6 Monate nach der Geburt empfohlen. Vor allem bei Patientinnen mit bekannten TPO-Antikörpern, Diabetes mellitus Typ 1 oder positiver Familien-anamnese ist eine Schilddrüsen Untersuchung notwendig.

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